Geschichte

Kolumbus zeichnet für die Entdeckung und „Europäisierung“ des Paprika (Capsicum) verantwortlich. Lange Zeit verkannten die Europäer die Würzkraft des Paprikas und verwendeten ihn hauptsächlich als Zierpflanze. Als türkische Eroberer und bulgarische Bauern den Paprika nach Ungarn brachten, begann sein „Aufstieg“ zum Volksgewürz. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird dort systematischer Sortenanbau betrieben.

Herkunft

Die ursprünglichen Herkunftsländer des Paprikas sind Mittel- und Südamerika. Zu den bedeutendsten Anbauländern gehört in Europa vor allem Ungarn. Nennenswerte Qualitäten liefern aber auch Spanien und Israel.

Arten

Die Paprika-Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Kaum eine andere Frucht kann sich mit so vielen verschiedenen Sorten (30!) präsentieren. Generell wird nach dem Schärfegrad und dem Verwendungszweck unterschieden. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind Form, Geschmack, Blüten- und Fruchtfarbe, Aroma und Ertragshöhe. In Europa werden hauptsächlich zwei Arten von Paprika kultiviert:

  • Gemüse- oder Speise-Paprika

Die grünen, gelben oder roten, dickwandigen Früchte sind vor allem wegen ihres saftigen Fruchtfleisches beliebt. In der Küche finden sie in roher, gekochter, gegrillter oder geschmorter Form Verwendung. Gemüse-Paprika ist für die Gewürzherstellung ungeeignet.

  • Gewürz-Paprika

Die Auswahl an Paprika-Sorten im Handel ist riesig. Von temperamentvoll scharf bis mild-würzig für jeden Geschmack findet sich das passende „Pulver“. Der Charakter eines Paprikas hängt vom Zusammenspiel folgender Inhaltsstoffe ab: Carotinoide, Capsaicin (Scharfstoff), Vitamine, Zucker (Fructose, Glucose, Saccharose), Fettsäuren.

Qualität

Bei gutem Paprika spielen zwei Faktoren eine besondere Rolle: zum einen das Herkunftsland, zum anderen strenge Laborprüfungen. Paprika ist ein heikler Rohstoff, der sehr leicht verunreinigt. Wer mit absoluter Spitzen-Qualität wie Paprika Delikatess wirbt, investiert viel Arbeit und Zeit in das Produkt. Anbau, Ernte und Verarbeitung werden streng überwacht. Samenqualität, Feldbeschaffenheit, Ernteverfahren (händisches Pflücken und Sortieren) und Mahlverfahren spielen eine große Rolle. Nur das schonende Mahlen in Steinmühlen garantiert die Erhaltung des vollen Aromas und aller Inhaltsstoffe.

Gesundheit

Paprika liefert eine Menge Vitamin C: Scharfer Rosenpaprika etwa 30 Milligramm pro 100 Gramm, der milde Delikatess-Paprika sogar 100 Milligramm pro 100 Gramm (doppelt so viel wie Orangen).

Sonstiges

Gute Paprika-Qualität erkennen Sie an der intensiven Farbkraft (ASTA-Wert) und der Farbstabilität.

LAGERUNG
Die verschiedenen Paprika-Sorten sind ganzjährig erhältlich. Wichtig ist die Aufbewahrung in Aromaschutz-Behältern, die das empfindliche Pulver in erster Linie vor Licht und Luft schützen.

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