Geschichte

Sein Name leitet sich vom lateinischen Wort „draco“ - Drache, Schlange - ab. Anscheinend wurde die Pflanze wegen ihres verschlungenen Wurzelstocks mit Drachen assoziiert. Einem weitverbreiteten Aberglauben zufolge konnte man mit Estragon nicht nur Schlangen und Drachen abwehren, sondern sogar Schlangenbisse heilen. Der in Europa lange Zeit unbekannte Estragon wurde ab dem 16. und 17. Jahrhundert, mit dem Aufschwung der französischen Kochkunst, auch bei uns vielfältig eingesetzt.

Herkunft

Die Heimat des Estragons liegt in den Steppengebieten Südrusslands und der Mongolei. Heute findet man die Estragonpflanze wildwachsend und kultiviert in den meisten europäischen Ländern.

Arten

Estragon gehört in die Pflanzenfamilie der Asteraceae, der Korbblütler. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 150 cm hoch und bevorzugt sonnige Standorte. „Russischer Estragon“ wird durch Samen vermehrt, „Französischer Estragon“ durch Teilung der Staude oder Stecklinge im Spätsommer. Seine jungen Triebe werden frisch oder getrocknet als Gewürz verwendet.

Qualität

Estragon schmeckt intensiv herb-pikant und duftet leicht nach einer Mischung aus Anis, Süßholz und Fenchel. Sein Aroma variiert sowohl jahreszeitlich als auch nach Herkunft. Der „Französische Estragon“ ist die am stärksten aromatische Zuchtform. Er ist nicht nur reich an ätherischen Ölen, sondern auch an Gerb- und Bitterstoffen.

Verwendung

Vor allem in der Französischen Küche wird er sehr geschätzt und ist dort in den „Fines Herbes“, der klassischen Kräuterkombination für die feine Küche, enthalten. Estragon wird auch gerne für Salate, Suppen, Saucen, Fisch, Krustentiere und Gemüse verwendet. Bei uns sehr beliebt: Estragon-Essig und -Senf.

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