Das WIBERG Gewürzlexikon

Basilikum

 

Geschichte

Die Geschichte des Basilikums ist lang und reicht bis ins Altertum zurück. Bei den Hindus gilt Basilikum seit jeher als heilig und findet bei religiösen Zeremonien Anwendung. Für die Römer hingegen war Basilikum die Pflanze des Hasses. Karl der Große wiederum ließ sie über Italien importieren, um sie in den Klostergärten nördlich der Alpen anzubauen.

 

Herkunft

Basilikum ist wahrscheinlich in Indien beheimatet. Heute wird es aber fast weltweit kultiviert und ist besonders häufig im Mittelmeerraum anzutreffen, da es Wärme und Sonnenlicht liebt. In Indien gilt Basilikum als „Königin der Kräuter“ und als die heiligste Pflanze der Hindus. Es gehört wie Salbei, Thymian und Rosmarin zu den typischen mediterranen Gewürzen, Heilkräutern bzw. „Anti-Aging Kräutern“.

Arten

Es gibt viele verschiedene Basilikumarten – je nach Art variieren Farbe, Größe und Aroma. Grundsätzlich gehört Basilikum zur Familie der Lippenblütler. Seine Blätter sind eiförmig und leicht gezahnt.

 

Geschmack

Basilikum hat ein charakteristisches, sehr angenehmes Aroma, das einen Hauch von Gewürznelken und Pfeffer erkennen lässt. Es harmoniert besonders gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Origanum oder Fenchel.

Verwendung

Das hocharomatische Kraut ist vor allem in der mediterranen Küche unentbehrlich, passt aber generell zu Tomaten, Aufstrichen, Salaten, Saucen, Teigwaren, Geflügel, Fisch, Krustentieren, Gemüse und auch zu Süßspeisen. Basilikum ist in Italien eines der am häufigsten verwendeten Gewürzkräuter und Basis des legendären Pesto alla genovese.

 
"Basilikum ist der Generalist unter den Gewürzen. In der Antike als Pflanze des "Hasses" geltend, gehört es heute durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zur Grundausstattung eines jeden Gewürzregals."
Prof. Dr. med. Markus M. Metka
 

Sensorik

  • Fruchtig-scharf mit süßlichen Tönen
  • Blumig-eukalyptusartig frisch
  • Anisartig süß, nelkig-grün-grasig bitter

Gesundheit

Die Naturheilkunde setzt Basilikum vor allem bei Verdauungsstörungen, Osteoporose, Unterleibskrämpfen und Appetitlosigkeit ein. Für die mittelalterliche Äbtissin Hildegard von Bingen stellte Basilikum vor allem ein Mittel zur Fiebersenkung dar. Da Altern meistens durch jahrelange Entzündungsprozesse gefördert wird, haben mediterrane entzündungshemmende Gewürzkräuter wie das Basilikum in der alterspräventiven Medizin eine große Bedeutung.

 

Inhaltsstoffe

Linalool, Geranial, Neral, (Z)-Hex-3-enal, 1-Octen-30l, 1,8-Cineol, 1,4-Cineol, Eugenolmethylether, Zimtsäureester, 0,5 % ätherisches Öl, Luteolin, Citral, Thymol, Methylchavicol (Estragon), Kampfer, Mineralstoffe: Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Phosphor, Beta-Carotin, Vitamin A, C, K, Omega-3-Fettsäuren

 
Kongeniale Partner

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