Dunkler WIBERG Traubenessig in einer weißen Schale, angerichtet auf einem Teller mit frischen Trauben und rotem Tuch – hochwertiges Symbolbild für Essig, Geschmackstiefe und kulinarische Qualitätszutaten für Profiköche.

Essig währt am längsten

Zutaten & Gerichte

7. April 2026

Heute stehen erlesene Essige gemeinsam mit exquisiten Weinen im Regal und bereichern die Kulinarik um ungeahnte Nuancen. Längst haben sich die feinen Essenzen in jeder anspruchsvollen Küche etabliert und bringen ein prickelndes Säurespiel sowie sanfte Würzkraft in die Kochkunst des 21. Jahrhunderts. Nie war die Auswahl an reinen Essigen und Ölen in Premium-Qualität größer als heute. Erst ein guter Schuss edlen Essigs verfeinert und vollendet die breite Palette des guten Geschmacks.

Geschmackliches Juwel

Die Herstellung von Essig ist so alt wie die des Alkohols, ca. 8.000 Jahre, schätzen Historiker. Wahrscheinlich durch Unachtsamkeit entstanden, dient er seither als Konservierungs- und Würzmittel. Sein Einsatz als Heilmittel erlebt heute eine Renaissance.

Wissen

Basiswissen Essig

Was ist eigentlich Essig?

Essig besteht aus Wasser und enthält mindestens 5 % und höchstens 15,5 % Essigsäure. Man unterscheidet:

  • Gärungsessig: entsteht durch alkoholische Flüssigkeiten (Wein, Most, Weinbrand, Fruchtweine…), die durch Essigbakterien zu Essig vergoren werden.
  • Säureessig: die Essigsäure wird synthetisch oder durch Destillation von Holz gewonnen. Man erhält eine hochprozentige Essigsäure. Diese wird durch Verdünnung mit Trinkwasser auf einen Essigsäuregehalt von weniger als 15,5 % gebracht.
  • Essigessenz: enthält mehr als 15 % Essigsäure. Darf nur mit der Aufschrift "Vorsicht, ätzend, unverdünnt genossen lebensgefährlich" in den Handel kommen.
Wie erkenne ich guten Essig?

Synthetisch gewonnener Essig enthält neben der Essigsäure keinerlei Inhaltsstoffe und schmeckt daher einfach nur sauer. Anders ist das bei einem Essig, der durch natürliche Gärung gewonnen wird. Hier ist vor allem der Ausgangsstoff, der sich auch im fertigen Essig wieder findet, entscheidend. Gärungsessige sind hochwertiger als Säureessige. Weitere Qualitätsmerkmale:

- die Qualität des Ausgangsprodukts - die Methode der Verarbeitung - die Dauer der Reifung - der Zusatz von (künstlichen) Aromen - der Einsatz von Zucker und Farbstoffen

Tipps für die Praxis
  • Qualitativ hochwertigen Essig wählen
  • Weniger ist mehr (ev. Salatspray)
  • Schwer verdaulichen Gerichten einen Schuss Essig zufügen
  • Verschiedene Essigsorten für Geschmacksvielfalt nutzen
  • Guten Essig mit hochwertigem Öl kombinieren
  • Essig auch mal zum Marinieren von Fisch und Fleisch verwenden