La dolce vita: Warum sind wir so "scharf" auf Süßes?
Die Vorliebe für den süßen Geschmack ist dem Menschen angeboren. Das Geschmacksempfinden für "süß" ist auf der Zunge hoch entwickelt und bereits über 35 Millionen Jahre alt. Erklären lässt sich dies dadurch, dass der süße Geschmack eine Art "Überlebenssicherung" darstellt. Fast alle in der Natur vorkommenden süß schmeckenden Stoffe, sind energiehaltig und nicht giftig.
Wie viel Zucker darf es sein?
Die Empfehlungen der Wissenschaft lauten: 10 % der Tagesenergiemenge.Das bedeutet, bei ca. 2000 Kcal (8400 KJ)/Tag: 200 Kcal Zucker = 50 g
Diese Menge ist zB enthalten
- in 5 Rippen Vollmilchschokolade
- in 6 Rippen Zartbitterschokolade
- in 16 Stück Biskotten
- in 2 Cornetto classico
- in ca. 400 ml Fruchtsaftgetränk
Welche Alternativen gibt es?
Das Verlangen nach Süßem sollte nicht rigoros unterdrückt werden. In "zuträglichen" Mengen zuführen und mit gutem Gewissen genießen.- Honig, Ahornsirup oder Birnendicksaft haben einen ausgeprägten Eigengeschmack - dies hilft oft mit geringeren Mengen auszukommen.
- Brauner Zucker oder Rohzucker haben gegenüber weißem Zucker kaum Vorteile.
- Auch Traubenzucker oder Fruchtzucker ist keineswegs gesünder als herkömmlicher Kristallzucker.
- Als Zuckerersatz kennen wir v.a. die Süßstoffe. Sie liefern süßen Geschmack ohne Kalorien, verursachen keine Karies, beeinflussen weder den Blutzucker- noch den Insulinspiegel und machen kalorienreduzierte Speisen schmackhafter.
- Neben den Süßstoffen gibt es noch sogenannte Zuckeraustauschstoffe. Das sind Substanzen wie Sorbit, Xylit und Mannit. Sie liefern die gleiche Energie wie normaler Zucker, sind aber "zahnfreundlich". Zuviel sollte man allerdings nicht davon konsumieren, sie wirken abführend.
Was bedeutet das für die Praxis?
- Auf Häufigkeit und Menge von zuckerhaltigen Speisen achten.
- Zuckermengen von Rezepten reduzieren. Motto: "würzen" statt "zuckern"
- Mehr frisches Obst essen.
- An den Einsatz von Trockenobst denken.
- Mit Honig oder Ahornsirup (ebenfalls sparsam) süßen.
- Zucker eventuell teilweise durch Süßstoff ersetzen.
- Süße Getränke meiden oder verdünnen.

