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Ernährung nach den 5 Elementen

5-Elemente Küche, Chinesische Ernährungslehre ... Viele glauben, das hat mit der neuen asiatischen Welle zu tun: mit Kochen im Wok, Essen mit Stäbchen und dem Einkauf exotischer Nahrungsmittel. Andere denken dabei an Ginseng und Räucherstäbchen. Was könnte davon aber für die westliche Küche interessant sein? Gleich vorne weg: Die Prinzipien der chinesischen Ernährungslehre sind auf jede Küche und jeden Kochstil übertragbar. Allerdings muss man sich dazu einiges Wissen über Grundprinzipien, wie die thermische und energetische Wirkung von Nahrungsmitteln, Gewürzen und Zubereitungsformen, aneignen.

Worin liegt der Unterschied zur westlichen Ernährungslehre?

In der westlichen Ernährungslehre steht die analytische und quantitative Beschreibung der Nahrung im Vordergrund und orientiert sich an stofflichen Bestandteilen (wie Kohlenhydrate, Eiweiß usw.). Die östliche Anschauung hingegen folgt dem qualitativen, ganzheitlichen Konzept von Yin und Yang und beschreibt die energetische Wirkung, die Nahrungsmittel und Heilpflanzen auf den Organismus haben. Das oberste Prinzip der chinesischen Lebensordnung ist es, ein langes und harmonisches Leben zu führen. Gemeinsam sind die Empfehlungen, neben der richtigen Auswahl von Nahrungsmitteln und Zubereitungsmethoden auf ein gesundes Essverhalten zu achten und dauerhaft eine gute Esskultur zu entwickeln.

Das Yin –Yang - Prinzip

Aus der chinesischen Sicht bedeutet Gesundheit die harmonische Funktion der Organe aufgrund eines ausgewogenen Angebots an Energie – Yin und Yang, dem Gleichklang der Gegensätze (kalt – warm, ruhig-aktiv). Aus dem Spannungsfeld zwischen Yin und Yang entsteht die universelle Urkraft „Qi“. Die Vitalkraft Qi ist nach alter chinesischer Vorstellung die Urquelle aller Lebensprozesse im Kosmos.

Die chinesische Ernährungslehre ordnet die Nahrungsmittel nach folgenden Kriterien:


  • Nach den fünf Elementen(Wandlungsphase): Erde, Metall, Wasser, Holz, Feuer
  • Nach den fünf Geschmacksrichtungen: süß, scharf, salzig, sauer, bitter
  • Nach der thermischen Wirkung: heiß, warm, neutral, kühl, kalt
  • Nach der energetischen Wirkung: z.B. aufsteigend, absenkend
  • Nach dem Funktionskreisbezug: Auf welche Organe das Lebensmittel wirkt

Würzen

Die meisten Gewürze sind in ihrem Temperaturverhalten warm oder heiß. Somit haben sie beim Kochen neben der geschmacklichen Beeinflussung eine starke energetische Wirkung auf die Nahrung. Salz und Sojasauce sind kalt in ihrer energetischen Wirkung. Fabrikzucker und Sirup sind erfrischend; Honig, Melasse und Vollrohrzucker wirken neutral.

TIPP:

Warme bzw. heiße Gewürze werden bei einer vegetarischen  Küche empfohlen, um einen zu stark kühlenden Effekt der Nahrungsmittel mit Yang-Gewürzen auszugleichen. Generell sollten die Speisen in kalten Monaten stärker gewürzt werden als im Sommer.